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Functional Medicine

Testosteron optimieren – Die Basics

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Testosteron optimieren – Die Basics

 

Ich will heute mit euch über Testosteron sprechen. Testosteron ist ein mega, mega wichtiges Hormon und wenn wir zu wenig Testosteron haben, geht es uns nicht gut. Sowohl Mann als auch Frau. Testosteron ist nicht nur wichtig, dass wir einfach und entspannt Muskeln aufbauen oder halten können und Fett verbrennen können, Testosteronist auch wichtig, dass uns emotionale Landschaft sich vernünftig anfühlt. Mit einem guten Testosteronlevel fühlen wir uns selbstbewusster, wir fühlen uns komfortabler, sind in der Lage, Entscheidungen zu treffen, hadern nicht so sehr, haben ein bisschen weniger Angst, sind auch in der Lage, ein bisschen bessere menschliche Verbindungen aufzubauen. Und das gilt auch für Mann wie für Frau. Wenn der Testosteron-Stoffwechsel gestört ist, sind das alles Bereichen, in denen Dinge nicht so gut funktionieren können. Dritte Ebene ist – nicht nur neben der körperlichen und der emotionalen – die mentale Ebene. Mit einem Testosteronlevel funktionieren unsere Gedankengänge ein bisschen besser und effizienter.

 

Was können wir jetzt tun, damit unser Testosteronlevel steigt? Natürlich kann man eine Spritze verabreichen. Ich als Arzt könnte die verschreiben, mache ich aber nicht und warum ich das nicht mache, ist, weil es sehr, sehr viel einfachere, sehr, sehr viel einfachere Sachen gibt, die viel, viel effektiver sind. Das sind badass basics. Sind sehr, sehr einfache Dinge, die kaum jemand tut.

 

Schlaf

Das erste Ding ist Schlaf. Wenn wir nur fünf Stunden pro Nacht schlafen, dann ist unser Testosteronlevel so viel geringer, als wenn wir zehn Jahre gealtert wären. Wenn wir einfach nur unseren Schlaf von fünf auch acht Stunden verbessern, können wir unseren Testosteronspiegel um sehr, sehr viele Prozentpunkte steigern. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Kundin, die ich jetzt gute fünf Jahre schon betreue, erfolgreiche Unternehmerin, und ich habe ihr immer wieder erzählt, wie wichtig Schlaf ist. Und wir haben immer wieder daran gearbeitet, dass sie den Schlaf verbessert, konnte sie allerdings erst aufgrund verschiedener Situationen vor circa einem Jahr so richtig umsetzen. Hat also von durchschnittlich fünf Stunden ihr Schlaflevel auf durchschnittlich acht Stunden hochgepusht und siehe da, sie meint: „Gerrit, auf einmal ist alles so einfach. Auf einmal ist es leicht, mein Körperfett wegzuhalten. Auf einmal ist es so leicht, Muskeln aufzubauen. Ich muss gar nicht mehr so viel trainieren und gar nicht mehr so hart trainieren wie früher, um dieses Level zu erreichen“. Das ist die Magie von Schlaf.

 

Ernährung

Das zweite ist das Thema Ernährung. Und vor allen Dingen wollen wir da über zwei Dinge sprechen und das ist nährstoffreiche Ernährung. Vor allen Dingen Nährstoffe wie Magnesium und Zinksind extrem wichtig für hohe Testosteronlevel, das heißt, gut qualitativ hochwertiges Fleisch und qualitativ hochwertige Gemüse, vor allen Dingen Brokkoli, Spinat und Grüngemüse und die Kohlgemüse sind dabei ganz, ganz wichtig.

 

Und zweite im Thema Ernährung ist eine cholesterinreiche Ernährung. Ja, ich habe es gesagt. Eine cholesterinreiche Ernährung. Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass Cholesterin die Basis ist für unsere Steroidhormone, also die Hormone Testosteron, Östrogen, Pregnenolon, DHEA. Die ganzen wichtigen, guten Hormone. Aus Cholesterin wird Pregnenolon gebaut und aus Pregnenolon wird Testosterongebaut. Wenn wir kein Cholesterin haben, weil wir eine sehr fettarme Ernährung haben, dann können wir auch relativ wenig Testosteronoder Pregnenolone und daraus Testosteronbauen. Kuck also, dass ihr gute Fettein eure Ernährung einbaut. Was sind gute Fette? Gute Fette sind Butter von grasgefütterten Kühen. Gute Fette kommen aus Fleisch. Gute Fette kommen auch teilweise aus Ölen, kommen auch aus Eiern.

 

Stress

Jetzt kommen wir zum dritten Faktor schon neben Schlaf und der Ernährung: Das ist das Thema Stress. Das Thema Belastungund Cortisol. Wenn wir nämlich uns den Stoffwechsel von Testosteronnoch mal ankucken: Aus Cholesterin wir Pregnenolon gebaut, daraus wird Testosterongebaut. Aus Pregnenolon wird allerdings auch Cortisol gebaut. Cortisol ist das Nummer eins Stresshormon. Immer wenn wir Stress erleben, wenn uns irgendwas im Leben als zu lästig daherkommt, dann wird Cortisol ausgeschüttet.

 

Wenn wir also es schaffen, den Stress zu reduzieren, das heißt, weniger Dinge tun, die uns voll auf den Keks gehen, wenn wir das hinbekommen, dann kommen wir in so einen sehr positiven Kreislauf rein, weil dadurch steigt unser Testosteronlevel und mit einem erhöhten Testosteronlevel kriegen wir es noch viel einfacher hin, weniger Dinge zu tun, die uns auf den Keks gehen, weil wir mehr unseren Fuß auf den Boden stellen und sagen können: „Das ist das, was ich will“. Wenn wir das machen können, dann steigt unser Testosteronlevel. Wenn wir in der Lage sind, unsere Meinung auszusprechen, wenn wir in der Lage sind, die Worte zu sprechen, die in unserem Herzen liegen, wenn wir in der Lage sind, uns auszudrücken, dann steigt unser Testosteronspiegel und dann kommt auch eine ganz andere Balance in unser gesamtes hormonelles System rein.

 

Also findet einen Weg, euch auszudrücken. Sagt die Worte, die ihr sprechen wollt. Lasst euch von niemandem sagen, was ihr zu sagen habt. Wir haben Meinungsfreiheit, wir haben Redefreiheit hier. Sprecht das, was in euren Herzen ist. Sprecht es aus. Manchmal ist es Bullshit, aber wenn ihr es nicht aussprecht, habt ihr niemanden, der euch entgegnen kann: „Du laberst einen völligen Bullshit“, und daraus lernt nur ihr. Daraus lernen wir alle. Und vielleicht ist es aber auch kein Bullshit. Vielleicht hat ihr eine sehr, sehr tiefe, wichtige Wahrheit, die raus muss und wovon andere profitieren, wovon ihr selber profitiert. Lass es raus. Es ist gut für euren Hormonspiegel und im Umkehrschluss: Wenn eure Hormonspiegel besser sind, seid ihr auch noch besser in der Lage, Gutes für euch und für die Menschen um euch herum.

 

Ok, in dem Sinne: Drückt euch aus, schlaft gut, schlaft viel, kuckt, dass ihr weniger Dinge tut, die euch richtig auf den Keks gehen. Und vor allen Dingen: Es ist gut, Dinge zu tun, die euch auf den Keks gehen, aber Dinge, die keinen Wert haben für euch und für die Menschen um euch herum und euch zusätzlich auf den Keks gehen – davon vielleicht ein bisschen weniger machen, gut schlafen und dann geht das mit der Balance in den Hormonen auch gut. Ich wünsche euch einen guten Flow. Möge der Flow mit euch sein und bis zur nächsten Folge.

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Gerrit Keferstein, MD

Gerrit Keferstein is a Medical Doctor specialised in Performance & Functional Medicine. He is most known for his work on the optimisation of recovery and adaptation in elite athletes.

Tags : testosteronhormone

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