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Functional Medicine

Sonne senkt den Cholesterinspiegel

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Sonne senkt den Cholesterinspiegel

Wir wissen alle wie wichtig Sonne für den Vitamin D Stoffwechsel ist. Und wenn wir im Winter Sonnenmangel haben, dann nehmen wir Vitamin D Tabletten oder Tropfen. Wir vergessen jedoch häufig, dass eine Vitamin D Supplementation nur EINEN Aspekt des Sonnenmangels kompensieren kann.

Vitamin D wird aus Cholesterin produziert

Unter dem Einfluss von Sonnenlicht wird in unserer Haut aus einer Cholesterinvorstufe Vitamin D synthetisiert. Was passiert nun, wenn kein Sonnenlicht vorhanden ist mit der Cholesterinvorstufe?

Richtig. Sie wird in Cholesterin umgewandelt. Dadurch steigen die Cholesterinspiegel.

Cholesterin wird vom Stoffwechsel reguliert. Nicht von der Nahrung.

Dass die körpereigenen Cholesterinspiegel nicht über das Cholesterin in der Nahrung reguliert wird ist schon immer bekannt gewesen. Wenn jemand sagt, dass Nahrungscholesterin den Cholesterinspiegel anhebt, zum Beispiel, dass hoher Konsum von Eiern den Cholesterinspiegel anheben würde, dann bezieht er sich dabei auf Forschung der 50er/60er Jahre. Genauer : Die Framingham Herz Studie.

Aus dieser Studie gehen viele der frühen Erkenntnisse über kardiovaskuläre Erkrankungen hervor. Selbst die damaligen Studienleiter haben im Nachgang mehrfach gesagt :

„Nahrungscholesterin hat nichts mit Stoffwechselcholesterin zu tun“

Aber es scheint egal zu sein wie oft man es wiederholt, es wird immer weiter Ärzte geben, die diese einfachen physiologischen Prinzipien nicht verstehen werden.

Sonnenmangel ist ein wichtiger Regulator des Stoffwechselcholesterins

Dass Sonne unser Stoffwechselcholesterin maßgeblich beeinflusst lässt sich über verschiedene Wege der Beweisführung zeigen. Zum einen besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen durchschnittlichen Cholesterinleveln und dem geographischen Breitengrad. Mehr Sonne, geringere Cholesterinlevel.

Das ist EINER der Gründe warum die mediterrane Ernährung so auf den goldenen Thron gesetzt wird. Denn in den 60er Jahren wurde von Ancel Keys die so genannte Sieben-Länder-Studie durchgeführt. Dort fand man heraus, dass die geringste Rate an Herzerkrankungen bei Menschen mit niedrigem Cholesterinspiegel (Stoffwechselcholesterin) auftrat. Diese Menschen haben auch gleichzeitig die mediterrane Ernährung konsumiert, weil sie aus dem Mittelmeerraum stammten.

Der Faktor Sonne wurde in der Studie allerdings nicht ausreichend betrachtet, weil das Wissen um Vitamin D und die Vitamin D Synthese, sowie den Cholesterinstoffwechsel zu dem Zeitpunkt noch nicht ausreichend war.

Heute wissen wir, dass die Todeswahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen mit jeder Stunde Sonnenkontakt sinkt.

Zusätzlich zur Epidemiologie (der Beobachtung, dass Menschen mit mehr Sonnenkontakt weniger Herzerkrankungen haben) sehen wir über die Stoffwechselpfade des Vitamin D’s und des Cholesterins eindeutig, dass UV-B Strahlung die Synthese von Cholesterin (schädigender Faktor) reduziert und die Synthese von Vitamin D (schützender Faktor) antreibt.

Was man zusätzlich beobachten kann ist, dass die Cholesterinspiegel saisonal schwanken. Bei Menschen, die viel Gartenarbeit machen, sinken die Cholesterinspiegel sehr deutlich im Sommer zwischen Mai und September.

Im Allgemeinen haben Menschen, die einen Garten besitzen signifikant höhere Vitamin D Level.

Wenn wir über die Prävention und Behandlung von Krankheit nachdenken, dann machen wir häufig drei Fehler.

Der erste Fehler ist es zu glauben, dass Krankheiten ein Fehler der Natur wären. Wenn man das glaubt, dann ist Prävention/Heilung eh kaum möglich. Erst wenn man den physiologischen Sinn der Anpassung (die wir dann Krankheit nennen) erkennt, dann hat man eine Chance sie zu behandeln.

Der zweite Fehler ist es zu glauben, dass eine Krankheit als Ursache einen Medikamentenmangel hat. Die Ursache von Kopfschmerzen ist kein Aspirinmangel, die Ursache von Hauterkrankungen ist kein Kortisonmangel, die Ursache von Diabetes ist kein Insulinmangel, und die Ursache von Herzerkrankungen ist kein Mangel an Cholesterinsenkern.

Die Ursache liegt IMMER in der Interaktion von Individuum und Umfeld.

Der dritte Fehler ist es eine Ursache auf einen Faktor zu reduzieren. Es geht -vor allem bei chronischen Erkrankungen/Leistungseinbußen- fast immer um Ursachenkonstellationen.

Vitamin D Supplementation wird das Risiko für eine Herzerkrankung nicht signifikant senken.

Sonnenkontakt, Naturkontakt, viel Bewegung, gute Freunde, Humor, Leichtigkeit und viel ECHTES Essen wird das Risiko jedoch deutlich senken.

Möge das MOJO mit euch bleiben!


Tonkin, A. M. 1996. “Cholesterol and Coronary Heart Disease.” Asia Pacific Heart Journal 5(2):105–10.

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